
Gesundes Trinken – so einfach geht’s!
Von klein auf wird uns vermittelt, dass es gesund ist, viel zu trinken. Doch wie viel sollten wir wirklich zu uns nehmen? Was ist am besten für den Körper? Fragen, die wir dir hier gerne beantworten möchten.
- WIE VIEL SOLLTE ICH AM BESTEN TÄGLICH TRINKEN? Bislang galt: Körpergewicht in Kilogramm durch 30 teilen - das ergibt bei 60 Kilogramm Körpergewicht zwei Liter Trinkmenge. Allerdings kommen manche Menschen mit weniger Flüssigkeit aus. Für sie könnte Trinken über den Durst sogar gefährlich werden. Dann sinkt der Natriumspiegel im Blut, es drohen Übelkeit, Ohnmacht und Krämpfe. Darum sagen Forscher: Jeder sollte nach seinem Durstgefühl trinken. Es zeigt sich, dass wir einen Mechanismus haben, der verhindert, dass wir zu wenig oder zu viel trinken. Wir bekommen entweder Durst oder der Schluckreflex schwächt ab - als natürliche Trink-Bremse des Körpers.
- KANN ICH AUF VORRAT TRINKEN? Unser Darm kann nur ungefähr 500 bis 800 Milliliter Wasser pro Stunde aufnehmen und verwerten, deshalb ist es nicht wirklich möglich auf Vorrat zu trinken und kann sogar gefährlich werden. Denn wer innerhalb weniger Stunden mehr als fünf Liter trinkt, reduziert die Salzkonzentration in seinen Zellen, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Die Nieren hören auf zu arbeiten, um zu verhindern, dass über den Urin noch mehr Salze ausgeschieden werden. Im Hirngewebe sammelt sich Wasser an, starke Kopfschmerzen sind die Folgen. In schweren Fällen kann es zu einer lebensbedrohlichen Wasservergiftung führen - daher lieber regelmäßig kleine Mengen trinken!
- WAS SOLLTE ICH VOR PRÜFUNGEN TRINKEN? Sanddornsaft punktet nicht nur mit einem enormen Vitamin C Gehalt, sondern ist ein echter Komplex für starke Nerven. Die Kombination aus B-Vitaminen, Folsäure, Eisen und Magnesium hilft dabei, die Wirkung von Stresshormonen zu puffern und den Energiestoffwechsel der Gehirnzellen effektiv zu unterstützen. Das Ergebnis: Die Konzentration bleibt stabil, das Nervenkostüm belastbar - auch in anstrengenden Zeiten.
- WANN SOLLTE ICH MEHR TRINKEN? Täglich verliert der Körper über Schweiß, Atem und Urin mehr als 2,5 Liter Flüssigkeit. Da wir zu rund 60 bis 70 Prozent aus Wasser bestehen - das Gehirn sogar zu etwa 75 Prozent, Herz und Lunge zu 80 Prozent - ist ausreichendes Trinken besonders wichtig. Gerade bei Hitze, Sport oder Durchfall sollte man darauf achten. Sonst verdickt das Blut und die Organe bekommen weniger Sauerstoff: Kopfschmerzen und Schwindel können die Folge sein, die geistige Leistungsfähigkeit sinkt. Für Sportler gilt: Bis 15 Minuten vor dem Training einen halben Liter trinken, danach so viel auffüllen wie verloren wurde plus etwa 50 Prozent extra.
- TRINKEN BEIM ESSEN: JA ODER NEIN? Oft hört man, Wasser während den Mahlzeiten würde die Magensäure zur stark verdünnen und so die Verdauung beeinträchtigen. Experten jedoch entwarnen: Zwar steigt der pH-Wert im Magen durch das Trinken von Wasser minimal an, dennoch bleibt die Säure ausreichend konzentriert, um eine optimale Verwertung der Nahrung zu gewährleisten. Tatsächlich kann ein Glas Wasser zum Essen sogar vorteilhaft sein: Die zusätzliche Füllung des Magens führt oft dazu, dass wir uns schneller satt fühlen - was wiederum helfen kann, die Kalorienzufuhr besser zu regulieren. Ein kalorienarmes Getränk unterstützt also eher den Stoffwechsel, als dass es den Verdauungsprozess stört.
- TAUGT MILCH ALS DURSTLÖSCHER? Eine Studie zeigt: Eine Gruppe erhielt Wasser, die Zweite Fitness-Drinks, und die Dritte trank Milch. Nach einigen Stunden stellte sich heraus, die Wasser- und Fitness-Drink-Konsumenten hatten den Großteil ihrer aufgenommenen Flüssigkeit wieder ausgeschieden - während die fettarme Milchgruppe nur einen kleinen Teil verloren hatte. Das liegt vermutlich an einer günstigen Kombination aus Kalzium, Phosphor und Milchzucker. Auch nach scharfem Essen hilft am besten ein Glas Milch, da Schärfstoffe wie in Chilischoten fett-, aber nicht wasserlöslich sind.
- MACHT MICH SALZIGES ESSEN DURSTIGER? Studien zufolge löst Salz einen speziellen Wasserspar-Mechanismus in den Nieren aus: Zwar wird das Salz mit dem Urin ausgeschieden, doch das Wasser bleibt größtenteils im Körper und wird nicht einfach mit ausgespült. Anders als bisher angenommen, zieht Salz also nicht automatisch Wasser in den Harn - vielmehr sorgt der körpereigene Harnstoff dafür, dass ein Flüssigkeitsverlust verhindert wird. Auf diese Weise gelingt es dem Organismus, selbst bei salzreicher Ernährung seinen Wasserhaushalt besser zu regulieren und die Balance aufrechtzuerhalten.
Wenn du noch mehr Fragen zum gesunden Trinken hast, hier noch einige "drink facts"
