Beziehung = Lernerfolg von Kindern?!

 

Wenn das Lernen mit dem Kind stets in einer Katastrophe endet, läuft etwas falsch in der Beziehung.In dem Moment, in dem Eltern sich zum Lernen mit ihrem Kind hinsetzen, sollten sie sich von äußeren Einflüssen so gut wie möglich abgrenzen. Wichtig dabei ist, sich zunächst einmal auf das Kind und nicht auf die Sache bzw. Aufgabe zu konzentrieren. Dadurch dass man das Kind ansieht, man sich vollkommen darauf einlässt, baut man die Beziehung auf. Liefert das Kind in dieser Situation dennoch einen Machtkampf, ist es wichtig, klare Grenzen zu setzen.

 

 

Warum diese Machtkämpfe?

Oft leisten Kinder Widerstand weil sie dafür „belohnt“ werden. Eltern bemühen sich nämlich, wenn ein Kind Widerstand zeigt, um es zu motivieren. Für das Kind bringt somit sein widerständiges Verhalten eine Art Macht über die Eltern mit sich. Es arbeitet nicht mit, wird aber dennoch mit besonders viel Zuwendung verwöhnt. Zudem entgeht das Kind dem eigentlichen Anliegen, dem Lernen, und braucht sich nicht anzustrengen.

Eine gute Möglichkeit Machtkämpfe in den Griff zu bekommen ist, am Beginn des gemeinsamen Lernens mit dem Kind zu reden. Ihm die Konsequenzen, wenn es nicht mitarbeitet, in ruhigem Ton zu erklären. Dabei können Eltern für sich entscheiden, wie oft das Kind gegen Vereinbarungen verstoßen darf, bevor die Konsequenz zum Tragen kommt. Wichtig dabei ist, dem Kind genau in diesem Moment in der der Verstoß erfolgt, eine Rückmeldung zu geben und die Konsequenz auch umzusetzen.

Wenn die Nerven blank liegen!

Oft tragen Eltern selber dazu bei, dass ihr Kind Widerstand beim Lernen entwickelt. Viele lassen sich unkooperatives Verhalten sehr lange gefallen und versuchen es zuerst im Guten. Erst wenn die Situation ausgereizt ist, reagieren sie z.B. mit strenger Stimme. Im Gehirn des Kindes hat sich bis zu diesem Zeitpunkt bereits ein Muster eingeprägt – Ich bin widerständig, was bekomme ich dafür? Eltern verstärken diesen Widerstand im Sekundenfenster durch ihre positive Zuwendung. Grenzen sofort zu setzen wäre für beide Seiten besser.

 Wie motiviere ich mein Kind zum Lernen?

Der größte Motivator für Kinder ist der Erfolg! Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben sollte daher immer so gewählt werden, dass diese für das Kind machbar sind. Manche Kinder können es ertragen, auch länger an einer Aufgabe zu sitzen, bis sie sie gelöst haben. Jede Kind hat in dieser Hinsicht seine eigene Grenze. Die Kunst für Eltern ist es, das Kind so genau zu beobachten, dass sie erkennen wann das Kind überfordert ist. Ist der Schwierigkeitsgrad  zu hoch, können hier im Sinne des Erfolgs und der Freude am Lernen auch Abstriche gemacht werden. Der nächste Motivator ist der Faktor Beziehung. Erfolg und Beziehung liegen im Wert sehr nahe beieinander.Als dritter Punkt spielt die Neugierde eine ganz wesentliche Rolle beim Lernen.

Wesentlich beim Loben ist, dass wenn ein Ergebnis gelobt wird, diesem eine Anstrengung vorausgegangen ist. Hochbegabte etwa, die sich für eine Aufgabe nur wenig anstrengen müssen, könnten ein Lob für das richtige Ergebnis als falsches Signal deuten. Eine besondere Qualität erhält ein Lob dann, wenn es tatsächlich von Herzen kommt – wenn sich die Eltern auch wirklich über den Erfolg des Kindes freuen.