Heiß auf Hunger?

Heißhungeranfälle manifestieren sich durch einen Drang nach sofortiger Nahrungsaufnahme und kommen gehäuft am Abend vor, wenn Kontrollmechanismen schwächer werden. Am Abend ist mehr Zeit zum Essen, Bedürfnisse und Gefühle werden oft stärker wahrgenommen.

Jeder Heißhungeranfall kann aber eine neue Chance bedeuten, weitere zu vermeiden und sollten daher zum Anlass genommen werden, mehr über sich und die eigenen Gedanken und Gefühle zu erfahren. Aber auch längeres Fasten und Diäten können Essanfälle auslösen.

Erst wenn man weiß, wann und warum solche Anfälle auftreten, weiß man auch, was man dagegen tun kann!
  • Welche Gedanken begleiteten den Heißhungeranfall?
  • Welche Gefühle, Ereignisse sind dem Anfall vorausgegangen, welche waren währenddessen vorhanden und welche kamen danach?
  • In welchen sozialen Umfeld hat man sich befunden?

Mit der Ernährung kann Essanfällen vorgebeugt werden: Man sollte versuchen regelmäßig zu essen und keine Mahlzeiten ausfallen zu lassen! Komplexe Kohlenhydrate (wie in Vollkorn, Kartoffeln, Nudeln, Reis usw.) machen satt, liefern Energie und beugen Heißhungerattacken vor. Der Verzehr von Kohlenhydraten führt zu einer Serotoninsteigerung und sorgt damit für mehr Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und Ruhe. Ähnlichen Effekt kann man beim Fettverzehr beobachten. ABER Schokolade beispielsweise befriedigt nur vorübergehend den Heißhunger. Durch den hohen Blutzuckeranstieg, gefolgt von einem raschen und tiefen Abfall, ist man schnell wieder (heiß)hungrig und somit in der "Hungerspirale" gefangen.

Mit Kindern sollte man Essanfälle im Hinblick auf begleitete Emotionen besprechen. Mit einfachen Fragen rund um die Situation erkennen Kinder häufig erstaunlich klar die Zusammenhänge zwischen unangenehmen Gefühlen und Kompensationsverhalten (wie z.B. essen). Gemeinsam können andere Strategien erarbeitet werden.

Heiß auf Hunger? Die FIT & FUN Gesundheits- & Diätferien unterstützen Kinder & Jugendliche bei der Findung gesunder Strategien.